Wieviele Menschen kennst du, die denken, ich habe einen wirklich tollen Mann, eine tolle Frau  … der oder die müsste sich nur mal verändern? Wieviele kennst du, denen macht ihr Job richtig Spaß, wenn nur der Chef anders wäre?

 In dieser Folge bekommst du die perfekte Strategie, wie du einen Menschen so verändern kannst, dass es dir mega-gut damit geht.

Es gibt Menschen, die verstehen sich richtig gut. Menschen, die auf einer Wellenlänge schwimmen, die sich ergänzen, sich unausgesprochen unterstützen und sich gegenseitig guttun.

Es geht natürlich auch anders: Menschen, mit denen wir nicht so recht übereinander kommen. Das liegt an verschiedenen Überzeugungen auf denen am Ende die persönliche Wirklichkeit gründet.

Stell Dirk mal ein Gespräch zwischen einem eingefleischten Veganer und einem Sportgriller zum Thema gesunde Ernährung vor.

Der Sportgriller schwärmt davon, sein mit Magic Dust mariniertes, dry aged, 500 g Porterhouse Steak auf den zischenden gusseisernen Rost zu werfen … und der Veganer erzählt von einer leckeren Tagliatelle mit Brunnenkresse und Mandelsauce.

Lebt der Steakfreund in der Wirklichkeit, dass ein Leben ohne Fleisch zwar irgendwie möglich aber sinnlos und mangelhaft ist, hat der Veganer das Tierwohl, die Umwelt und die Bekämpfung des Welthungers im Sinn. Die Überzeugung, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, eint beide wiederum.

Es gibt fast 8 Milliarden Menschen auf dieser Erde und mit ihnen 8 Milliarden Wirklichkeiten.

Eine Frau hat zum Beispiel eine andere Wirklichkeit als ein Mann. Das ist bislang niemandem verborgen geblieben.

Wenn wir – meine Frau und ich – ausgehen möchten, schaut meine Frau in den Kleiderschrank, läuft ihn immer wieder  ab und … kommt nach einer halben Stunde zu dem Schluss: Ich habe nichts anzuziehen. Das ist die Wirklichkeit einer Frau.

Beim Mann sieht das anders aus: Da steht ein Stuhl neben dem Bett und da hängen 5-6 Sachen drüber. Und damit hat der Mann immer was anzuziehen. Manchmal frage ich scherzhaft meine Frau, ob  ich ihr was leihen soll. 

Menschen verändern – 8 Milliarden Wirklichkeiten.

Ein Moslem hat eine andere Wirklichkeit als ein Christ. Ein Sportler eine andere als ein Couchpotato. Und ein Porschefahrer eine andere als ein Daciafahrer.

Jeder Mensch bewegt sich auf seiner persönlichen Landkarte, die sich aus Erfahrungen, Werten, Erwartungen, Bedürfnissen, Wissen, Emotionen und vieles mehr zusammensetzt.

Vielleicht kennst du selbst Gespräche, zum Beispiel mit deinem Partner oder deinen Eltern, wo du zu dem Schluss kommst: Wir kommen nicht auf einen Nenner und reden aneinander vorbei. Tatsächlich passiert das bei ganz vielen Menschen über einen irren langen Zeitraum. 

Bei älteren Menschen sagt dann man oft: „Der ändert nicht mehr.“ Die Ebenen der Landkarten passen nicht so recht übereinander.

Wenn du die Existenz der verschiedenen Wirklichkeiten verstehst, ist es geradezu absurd, Menschen verändern zu wollen.

Das kann nicht funktionieren. Solche Änderungsversuche wären mit Zwang, ständigem Kritisieren und Korrigieren, vielleicht sogar mit Verachtung, Unfreundlichkeiten und so weiter verbunden.

Erstrebenswert? Nicht besonders, oder?

Es gibt – und nun komme ich zum Kern dieser Folge – nur einen Menschen, den du verändern kannst: Dich selbst.

Du kannst für dich festlegen, wie du mit den Eigenarten, Marotten, komischen Verhaltensweisen und individuellen Wirklichkeiten umgehen möchtest.

Du kannst sie weiterhin komplett ablehnen, du kannst die Motivation dahinter verstehen oder einfach so Verständnis aufbringen.

Du bestimmst, was du denken möchtest. Was ist dir wichtiger, freundlich zu sein oder Recht zu haben?

In seinem Buch „Wie man Freunde gewinnt“, erzählt Dale Carnegie, wie sein Tischnachbar auf einem Bankett eine amüsante Geschichte zum Besten gab.

Die Geschichte drehte sich um ein Zitat, von dem der Erzähler behauptete, es stamme aus der Bibel. Carnegie war sich absolut sicher, dass das Zitat von Shakespeare und nicht aus der Bibel war. So korrigierte er seinen Nachbarn, der jedoch entschlossen bei seiner Meinung blieb.

Zur Klärung zog man Frank Gammond, einen Freund Carnegies, der sich ausgiebig mit Shakespeare beschäftigt hatte, hinzu.

Gammond sagte: „Dale, du irrst dich. Der Herr hat recht: Das Zitat stammt aus der Bibel.“

Später auf dem Nachhauseweg sagte Dale: „Frank, du weißt ganz genau, dass das Zitat von Shakespeare ist.“

»Ja, natürlich«, gab er zurück. »Hamlet, fünfter Akt, zweite Szene. Aber du hast offenbar vergessen, dass wir als Gäste zu einem Essen eingeladen waren, mein lieber Dale.

Was hat es für einen Sinn, diesem Mann zu beweisen, dass er im Unrecht ist? Glaubst du vielleicht, dass du dich damit bei ihm beliebt machst?

Warum lässt du ihn nicht sein Gesicht wahren? Er hat dich ja gar nicht um deine Meinung gebeten. Sie interessiert ihn nicht. Wozu sich also mit ihm herumstreiten? Geh jedem Streit aus dem Weg.“

Soweit die Geschichte aus dem Buch, wie man Freunde gewinnt. Du sollst dich nicht verbiegen, deine Werte über Bord werfen und plötzlich Dinge mögen, die du ablehnst.

Du könntest jedoch darüber nachdenken, andere Menschen, so zu lassen, wie sie sind und akzeptieren, dass sie eine andere Wirklichkeit für sich beanspruchen. 

Das ist im übrigen auch gut so, weil es die Welt bunter und interessanter macht. Jeder handelt aus seiner eigenen Motivation heraus.

Hat sich dein Fokus darauf eingestellt, die aus deiner Sicht negativen Eigenschaften oder Verhalten anderer wahrzunehmen,

wirst du immer mehr davon finden und ein schlechtes Gefühl dabei haben.

Eine gute Idee ist es, das umzukehren. Richte deine Aufmerksamkeit konsequent auf die positiven Eigenschaften und gestehe jedem seine Motivation zu. Die Gründe für das Verhalten anderer haben meistens recht wenig mit dir zu tun – auch wenn man verleitet ist das anzunehmen.

Am Ende geht es dir mega gut damit. Und darauf kommt es an.


https://mindrocket.podigee.io/9-anderssein


Christof Luckas ist Autor und Mind Astronaut.
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